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Historische Bergbausiedlung Altenberg

Die Sage vom "Almerich" berichtet von einer Stadt auf dem Altenberg, die durch Bergbau unermesslich reich geworden war, wegen des Hochmuts ihrer Bewohner aber durch Feuer vernichtet wurde. Tatsächlich präsentiert sich der Altenberg mit seiner ehemaligen Bergbausiedlung als geschichts- und geschichtenträchtige Kulturlandschaft, die bestimmt noch nicht alle Geheimnisse preis gegeben hat.

Auf dem Höhenrücken zwischen Kreuztal-Littfeld und Hilchenbach-Müsen liegt die Bergbauwüstung Altenberg, einer der bedeutendsten mittelalterlichen-frühneuzeitlichen Bergbausiedlungen Europas.

Im Jahr 1963 Scherben und Metallteile und legte bei mehreren Grabungen zwischen 1970 und 1984 die Reste einer Bergbausiedlung aus dem 13. Jh. frei. Hier wurde zu jener Zeit im Untertagebau Silber abgebaut. Die Bergleute müssen wirklich sehr reich gewesen sein, denn die Archäologen fanden bei den Grabungen auch Spielwürfel, die heute im Bergbaumuseum Bochum zu sehen sind. Die Bewohner betrieben Erzbergbau und Erzverhüttung. In Kellern, die in die Erde eingetieft waren, verwahrten sie ihr Werkzeug und das gewonnene Erz. Über den Kellern befand sich wohl ein aus Holz gebautes Wohngeschoss.

Die Ausgrabungen gehörten zu den ersten systematischen Untersuchungen zum hochmittelalterlichen Bergbau in Europa. Sie erregten damals großes Aufsehen und sind bis heute von herausragender Bedeutung. Die Besucher finden einen ausführlich beschilderten Rundweg vor, der die Kulturlandschaft mit ihrer mittelalterlichen und neuzeitlichen Bergbaulandschaft und imposanten Abraumhalden erläutert. Ein Teil der Funde vom der als Bodendenkmal geschützten Bergbauwüstung Altenberg sind im Müsener Stahlbergmuseum, etwa 2 km entfernt, zu sehen.

Weitere Informationen zur Grabung finden Sie auf der Homepage des Bergbaumuseums Bochum. Die Sage vom "Almerich" können Sie hier nachlesen.

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