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Rothaarsteig Etappe 3

mittel
18,4 km
480 m
457 m
5:09 h
661 m
838 m
Der Rothaarsteig startet zur dritten Etappe in Winterberg, dem Wintersportort Nummer 1 im Sauerland. Und das Sauerland wiederum ist das größte Wintersportgebiet Deutschlands nördlich der Alpen. Kein Wunder, dass Winterberg mit über 1 Mio. Übernachtungen jährlich zu einem reinrassigen Fremdenverkehrsort herangewachsen ist.

Wahrzeichen von Winterberg ist die St. Georg Schanze, die 1959 am Südwesthang des Herrloh (733m) gebaut wurde und heute zum Skiliftkarussell Winterberg gehört. An ihr vorbei führt der Rothaarsteig nun südwärts. Linker Hand liegt die Kappe (776m), das touristische Herz von Winterberg. Hier steht die Bobbahn Winterberg, deren Ursprünge auf das Jahr 1910 zurückgehen. 1977 wurde die alte Natureisbahn dann durch die weltweit vierte Kunsteisbahn ersetzt. Auf ihr erreichen die Fahrer heute Geschwindigkeiten bis 140 km/h. Etwas langsamer geht‘s mit dem Wok, wie die Zuschauer mehrerer Wok-WMs des Fernsehsenders Pro7 erleben konnten.

Auf der Kappe befindet sich neben dem großen Bikepark Winterberg auch ein Kletterwald, eine Sommerrodelbahn und die 2006 eröffnete Panorama-Erlebnisbrücke Winterberg. Die 435m lange Hängebrücke mit sechs Aussichtsplattformen wird von 17 Stützen getragen. Verbaut wurden 410 Tonnen Stahl und 1.200 Kubikmeter Beton. Kein Wunder, dass die Betreiber ein stattliches Sümmchen als Eintrittsgeld verlangen.

Parallel zur Bundesstraße B 236 – allerdings in gebührendem Abstand – führt der Rothaarsteig südwärts zum bekanntesten Berg im Sauerland, dem Kahlen Asten (842m). Er ist der König im Land der tausend Berge. Schon 1843 sollte hier auf dem Dach Westfalens ein Denkmal errichtet werden. 1895 war es dann soweit: Der Astenturm konnte eingeweiht werden. In den 1950er Jahren erhielt er seine heute typische Verkleidung aus Kupfer. Im Turm befindet sich bereits seit 1918 eine Wetterstation.

Den Turm besteigen muss man aber nicht zwingend, denn vom Kahlen Asten hat man auch so eine perfekte Sicht. Grund ist die geschützte Heidelandschaft mit dichtem Bewuchs aus Heidekraut, Borstgras, Heidelbeeren und Ginster. Das nimmt einem nicht die Sicht und man genießt die 360-Grad-Perspektive: Bei guter Sicht kann man den Brocken (1.141m) im Harz, den Großen Feldberg (881m) im Taunus und die Wasserkuppe (950m) in der Rhön erblicken.

Über die Heide geht es auf dem Rothaarsteig nur wenige Meter hinab zur Quelle der Lenne. Die Lenne-Quelle ist auf 823m ü. NN die höchste Quelle in Nordrhein-Westfalen. Der Fluss läuft von hier in Nordwestrichtung auf 129km der Ruhr zu, in die sie kurz vor dem Hengsteysee bei Hagen mündet. Durch ihre Länge und ihren zentralen Verlauf kann man die Lenne mit Fug und Recht als wichtigsten Fluss im Sauerland bezeichnen.

Über das kleine Örtchen Lenneplätze folgt der Rothaarsteig grob dem Lauf der Lenne nach Westen, erreicht Langewiese (schöne Aussicht!) und streift dann das 30-Seelen-Dorf Hohenleye. Dann verlässt der Rothaarsteig Winterberger Terrain und erreicht am Albrechtsberg (768m) das Wittgensteiner Land.

Wenig später erreicht der Rothaarsteig den Heidenstock. Er erinnert an die Christianisierung des Sauerlands durch die Franken. Die hier sesshaften Sachsen wollten nicht immer auf ihre heidnischen Götter verzichten und riefen diese in unberührten Gegenden – wie hier auf dem Rothaarkamm – an. Kurz hinter dem Heidenstock teilt sich der Rothaarsteig. Die originale Wegführung führt zum Zielort Kühhude, eine alternative Strecke über Schanze hinab ins Latroptal. Beide Streckenalternativen kann man über den so genannten Rothaarsteig Berg- und Talweg auch als Rundweg absolvieren.

Dass man auf dem richtigen – dem Kammweg – geblieben ist, merkt man wenige Meter später, wenn sich ein Kunstwerk mitten im Wald vor einem erhebt. Der Rothaarsteig trifft auf den Waldskulpturenweg, genauer: auf die vier Meter hohe Stahlskulptur „Kein leichtes Spiel“. Das im Jahr 2000 entstandene Werk arbeitet den historischen und kulturellen Konflikt auf, der die Menschen aus dem katholischen Sauerland und dem evangelischen Siegerland seit Menschengedenken trennt. Das Haupttor mit Nebentoren und Verschlussplatten ist aus einem gemeinsamen Ganzen herausgebrannt und öffnet sich in verschiedene Richtungen. Kurz danach kommt man in Kühhude, dem Ziel der dritten Etappe auf dem Rothaarsteig, an.

Quelle: Wanderatlas


Eigenschaften


Etappentour
aussichtsreich
Geheimtipp
Streckentour
mit Einkehrmöglichkeit


Empfohlene Jahreszeit


Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ausrüstung

Gutes Schuhwerk, Wasserfeste Kleidung

Startpunkt der Tour

Winterberg

Zielpunkt der Tour

Kühhude

Öffentliche Verkehrsmittel

Es besteht die Möglichkeit sich von einem Wandertaxi entlang des Weges abholen zu lassen. Hotline: 22456
Zudem bieten die einzelnen Qualitätsbetriebe Rothaarsteig einen Shuttleservice für Sie und Ihr Gepäck an.

Eine kostenlose Fahrplanauskunft der Bahn erhalten sie unter der Telefonnummer: 0800/1507090 oder www.bahn.de

Höhenprofil: