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Rothaarsteig Etappe 6

mittel
14,2 km
315 m
285 m
3:50 h
523 m
635 m
Auf seiner sechsten Etappe führt der Rothaarsteig vom Hilchenbacher Winkel ins Quellgebiet dreier großer Flüsse: Lahn, Sieg und Eder. Während die beiden erstgenannten zum Rhein nach Westen fließen, ist die Eder ein Zufluss der Weser im Osten. Man merkt: wir sind auf der Wasserscheide zwischen Rhein und Weser, die sich vom Teutoburger Wald durch das Eggegebirge und das Sauerland bis hinein in Vogelsberg und Rhön zieht.

Der Rothaarsteig folgt auf dieser Tour in etwa dem Verlauf der historischen Eisenstraße über den Rothaarkamm. Die Eisenstraße war Teil der mittelalterlichen Messestraße von Köln nach Leipzig, wurde aber bereits viel früher von den Kelten genutzt. Ihren Namen verdankt sie der Tatsache, dass über diese Trasse schon vor über 2.000 Jahren die im Dietzhölztal, Schelder Wald und Siegerland erzeugten Eisenwaren in die großen Handelsmetropolen der Zeit transportiert wurde.

Zur Einstimmung auf die Tour durch das Siegerländer Dreiquellenland – wie dieser Landstrich in der Stadt Netphen auch genannt wird – hat das Forstamt Hilchenbach an Rothaarsteig-Kilometer 106 die Erlebnisstation „Wald und Wasser“ eingerichtet. Große Schautafeln informieren über den Wald als großen Wasserspeicher. Auf dem Weg dorthin führt der Rothaarsteig durch das Naturschutzgebiet Eicherwald, durch das sich fingerdick die kleine Eder schlängelt.

Kurze Zeit später trifft der Rothaarsteig auf den Ederkopf (648m), an dessen Hang die Eder in einem Quellmoor – dem sogenannten Ederbruch – entsteht. Die Eder fließt erst nördlich und dann östlich in Richtung Waldecker Land, wo sie zum Edersee gestaut wird. Bei Edermünde fließt sie der Fulda zu, die sich dann bei Hann. Münden mit der Werra zur Weser vereinigt.

Von der Quelle der Eder führt der Rothaarsteig jetzt in östliche Richtung und kreuzt Benfe (zu Erndtebrück gehörig) und Großenbach (Bad Laasphe), um wenig später die Quelle der Sieg zu erreichen. Eingefasst in Stein blubbert ein kleines Rinnsal aus dem Berg – genauer dem Nordwesthang des Jägerhains (650m). Auf der anderen Straßenseite führt der kleine Walderlebnispfad Siegquelle u.a. über eine Brücke, die die rund 5cm breite Sieg überspannt.

Die Sieg ist der Namensgeber für das Siegerland, das naturräumlich den südlichen Teil des Sauerlands bildet, wenngleich Lokalstolz und auch die historische Entwicklung eine strikte Trennung von Siegerland und Sauerland nahelegen. Ab Siegen bildet die Sieg die natürliche Grenze zwischen Westerwald im Süden und Bergischem Land im Norden. Bei Mondorf mündet die Sieg nach 155km in den Rhein.

Noch einmal drei Kilometer auf dem Rothaarsteig und das Ziel der sechsten Etappe ist erreicht: Die Quelle der Lahn am Lahnhof. Der Lahnhof ist ein Weiler, der zum Netphener Ortsteil Nenkersdorf gehört. Schon seit 1333 ist hier ein Wirtschaftsgut belegt. Heute besteht der Lahnhof aus zwei Gastronomiebetrieben und einem großen Parkplatz – ist also ein guter Start- und Zielpunkt für eine Etappe.

Die Lahn entspringt zwischen den beiden Gasthäusern und wird in einem kleinen Quellteich gesammelt, damit man das auch optisch wahrnehmen kann. Wie die Sieg fließt auch die Lahn dem Rhein zu, macht dabei aber einen weiten Bogen nach Osten über Biedenkopf bis nach Marburg und fließt dann von dort über Gießen, Wetzlar und Limburg bis nach Lahnstein, wo sie nach 246km mündet.

Eigenschaften


Etappentour
aussichtsreich
Premiumweg Deutsches Wandersiegel
Streckentour
mit Einkehrmöglichkeit

Ausrüstung

Gutes Schuhwerk, Wasserfeste Kleidung

Startpunkt der Tour

Lützel

Zielpunkt der Tour

Lahnhof

Parken

Parken ist auf den gekennzeichneten Wanderparkplätzen möglich

Öffentliche Verkehrsmittel

Es besteht die Möglichkeit sich von einem Wandertaxi entlang des Weges abholen zu lassen. Hotline: 22456
Zudem bieten die einzelnen Qualitätsbetriebe Rothaarsteig einen Shuttleservice für Sie und Ihr Gepäck an.

Eine kostenlose Fahrplanauskunft der Bahn erhalten sie unter der Telefonnummer: 0800/1507090 oder www.bahn.de

Höhenprofil: